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Interview mit Peter Hansemann,
Vorstandsvorsitzender des IT-Club Dortmund und
Geschäftsführer der ICN GmbH + Co. KG aus Dortmund

 

Die Nachfrage nach dem Betrieb von Serverlösungen in externen Rechenzentren ist gestiegen

Dortmunder IT-Verbandschef sieht den Standort Dortmund bei der Rechenzentrums-Infrastruktur auf einem guten Weg.

Herr Hansemann, warum sollte ein Unternehmen seine Daten in ein externes Rechenzentrum auslagern?

Unternehmensdaten auszulagern, ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll. Wenn ich mich für ein professionell betriebenes Rechenzentrum (RZ) entscheide, besitze ich zum einen eine maximale Verfügbarkeit für meine Daten. Zum anderen weiß ich, dass diese sicher und adäquat untergebracht sind. Die Server stehen in einem optimalen Umfeld. Ich kann mich bei einem externen RZ darauf verlassen, dass Anforderungen an Klimatisierung, Schutz vor Stromausfällen und unbefugtem Zugriff nach den aktuell höchsten Standards erfüllt werden.

Ab welcher Unternehmensgröße ist ein externes Rechenzentrum sinnvoll?

Jedes Unternehmen, das bereits eigene Systeme betreibt, sollte sich über externen Serverbetrieb Gedanken machen. Grundsätzlich ist es immer sinnvoll. Hierfür gibt es keine Untergrenze.

Was sind die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines geeigneten Rechenzentrums?

Erst einmal sollte man auf den Standort achten. Das Rechenzentrum sollte in Deutschland, und nicht zu weit entfernt vom Unternehmensstandort stehen. Dann ist es wichtig, sich ganz genau mit den technischen Standards auseinanderzusetzen. Das RZ sollte natürlich über eine optimale und schnelle Netzanbindung verfügen. Vor allem muss das Peering zwischen den Providern stimmen, also die miteinander kommunizierenden Netzwerke müssen gleichrangig sein.
Bei der Auswahl eines RZ-Anbieters sind eine Vielzahl von Aspekten zu berücksichtigen: Seriosität, Leistungsfähigkeit des Anbieters, welche Sicherheitslevel werden vorgehalten und letztlich das Preis-Leistungs-Verhältnis. All diese Punkte gilt es, genauestens unter die Lupe zu nehmen.

Stellen Sie eine gestiegene Nachfrage nach RZ-Dienstleistungen bei Ihren Mitgliedern fest?

Ja eindeutig, viele Unternehmen – auch in der IT – lagern ihre Systeme in externe Rechenzentren aus oder ergänzen vorhandene Infrastrukturen mit ausgelagerten Serverlösungen.

Spielt das Thema „Auslagerung von Daten” in Ihrer Verbandsarbeit eine größere Rolle?

Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen sich zwangsläufig mit diesem Thema. Unsere IT-Infrastrukturen werden ständig komplexer, das Datenwachstum schreitet immer schneller voran. Vor diesem Hintergrund ist die Frage nach größeren Serverkapazitäten ein ständiger Begleiter unserer Arbeit.

Hat sich die Diskussion um die DSGVO auf die Anforderungen an Datensicherheit in Rechenzentren ausgewirkt?

Ja, auf jeden Fall. Durch die Diskussionen um den Datenschutz hat die Nutzung von RZ in Deutschland und mit deutschen Betreibern eine deutlich höhere Bedeutung bekommen.

Haben Sie persönlich, auch als IT-Unternehmer, besondere Erfahrungen mit Rechenzentren gemacht?

Ja natürlich, die machen wir ständig. Wir arbeiten mit verschiedenen Anbietern zusammen. Daher kann ich mir eine ganz gute Meinung bilden. Vor allem machen wir immer wieder gute Erfahrungen mit mittelständischen Betreibern, weil wir mit ihnen auf Augenhöhe arbeiten können.

Wenn ich das passende Rechenzentrum für meine Daten suchen würde -  Was ist Ihr ganz persönlicher Tipp für mich?

Ich empfehle einen mittelständischen Anbieter. Dieser muss ausreichend Erfahrung und ein gutes Renommé besitzen. Zusätzlich ist auch noch auf die geografische Nähe zu achten. Das hängt aber vom Einzelfall ab.

Gibt es beim IT-Club Dortmund einen Ansprechpartner zu Thema „Rechenzentren“ für mich?

Wir verfügen über eine ganze Reihe von kompetenten Ansprechpartnern. Über unsere Geschäftsstelle stellen wir gerne Kontakt zu Anbietern aus unserem Verband her.

www.it-club-dortmund.de

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