DOKOM21 erklärt umfangreiche technische Arbeiten zur Fertigstellung des Glasfasernetzes in Frohnhausen

Essen, 02. August 2017. Die Fertigstellung des bislang brachliegenden Glasfasernetzes in Essen schreitet voran: „Wir haben die vergangenen Wochen genutzt, um uns einen Überblick über den Zustand der vorhandenen Infrastruktur zu machen und die Maßnahmen für die Aktivierung voranzutreiben“, berichtet Jörg Figura, Geschäftsführer von DOKOM21, und fügt hinzu: „Jetzt laufen die umfangreichen Arbeiten.“

Im ersten Schritt baut der regionale Telekommunikationsdienstleister seine Technik in den so genannten „Points of Presence“ (PoP) an vier Standorten in der Gerviniusstraße, in der Raumerstraße, in der Aachener Straße und der Hamburger Straße in Frohnhausen auf. Dabei handelt es sich um Technikstationen, die als „Knotenpunkte“ innerhalb des Glasfasernetzes dienen. Von dort aus gelangen die Glasfaserkabel in die einzelnen Straßen. Pro PoP können in der jetzigen Ausbaustufe künftig bis zu 3.000 Wohneinheiten angeschlossen werden. „Unser Ziel ist es, schnellstmöglich die ersten Kunden an unser Glasfasernetz anzubinden. In Frohnhausen können wir problemlos bis zu 12.000 Haushalte versorgen“, so Figura.

Die PoP-Stationen beherbergen die sogenannte „Accesstechnik“ und haben die Aufgabe, die Dienste „Sprache“, „Internetzugang“ und „digitales Kabelfernsehen“ so aufzubereiten und zu kombinieren, dass sie bis zum Endkunden als optisches Glasfaser-Signal transportiert werden können. Ist ein Endkunde über eine solche Glasfaserverbindung mit der Accesstechnik verbunden, spricht man von sogenannten FTTH-Verbindungen („Fiber To The Home“). DOKOM21 wird ebenso ermöglichen, klassische Kundennetze, wie sie in Gebäuden mit herkömmlicher Telefonverkabelung oder auch Koaxialnetzen vorkommen, aus den PoP-Stationen zu versorgen.


(V.l.n.r.:) Jörg Figura, Geschäftsführer von DOKOM21, Markus Isenburg, Marketingleiter von DOKOM21, und DOKOM21-Techniker Enno Kahrmann erklärten die umfangreichen Arbeiten zur Fertigstellung des Glasfasernetzes in Frohnhausen. Unter anderem baut der regionale Telekommunikationsdienstleister momentan in vier Technikstationen, so genannten Points of Presence (PoP), die erforderliche Technik auf. Foto: Anja Cord

Eine der nächsten Ausbaustufen wird unter anderem die Errichtung einer „Kopfstation“ sein. Diese sorgt künftig dafür, dass Satelliten-TV-Signale in das vom Endkunden benutzte Kabel-TV-Signal umgewandelt und in das Glasfasernetz von DOKOM21 eingespeist werden. „Kunden stehen dann aktuell rund 160 digitale TV-Sender sowie 34 HD-Sender zur Verfügung. Im Paket bieten wir dann schnelles Internet mit Geschwindigkeiten von 200 Megabit pro Sekunde im Download und 20 Megabit pro Sekunde im Upstream sowie Telefonie mit höchster Sprachqualität und Flatrates an“, so Markus Isenburg, Marketingleiter bei DOKOM21.

Bis zur Anschaltung der ersten Kunden wird es nach Angaben von DOKOM21 nicht mehr lange dauern: „Bis dahin wartet noch eine Menge Arbeit auf uns, denn der Aufbau der Übertragungstechnik und die Glasfaserverkabelung und -verschaltung sind sehr aufwändig. Es müssen mehrere 1.000 Glasfasern gespleißt werden. Die zusammengehörenden Faserpaare sind farbcodiert, es ist jedoch höchste Konzentration gefragt“, erläutert Figura und kündigt an: „Voraussichtlich werden wir die ersten Kunden ab Mitte Oktober 2017 an unser Netz nehmen können.“


Zum Hintergrund
Der regionale Telekommunikationsdienstleister DOKOM21 hat Ende März dieses Jahres das Glasfasernetz der EVV-Tochter essen.net gekauft. Momentan stellt das Dortmunder Unternehmen die vorhandene Infrastruktur fertig, so dass künftig schnelles Internet mit hohen und stabilen Bandbreiten, Telefonie und Kabel-TV in Frohnhausen und Huttrop verfügbar sind. Insgesamt 47 Kilometer und rund 1.600 bereits realisierte Hausanschlüsse umfasst das so genannte „Fibre to the Building-Netz“ allein in Essen-Frohnhausen. Dort wurden die Glasfaserkabel bis in die einzelnen Häuser verlegt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Erschließung knapp 400 weiterer Wohnhäuser in Frohnhausen. Ein weiteres Netzsegment, mit einer Trassenlänge von ca. 28 Kilometern, besteht im Stadtteil Essen-Huttrop. Dort wurden bislang die Lehrrohre für 270 Hausanschlüsse gelegt. Glasfaserkabel müssen dort von DOKOM21 noch eingezogen werden.


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